Ich wurde zwei Wochen nach meiner Bewerbung zu einem Gespräch nach Aurich eingeladen. Da ich eine sehr weite Anfahrt hatte, wurde mir angeboten, dass ich eine Nacht im Hotel übernachten kann. Fahrt- und Hotelkosten wollte Enercon übernehmen. Als ich am Tag der Bewerbung in Aurich ankam, hieß es, dass ich falsch eingeladen wurde und dass meine Gesprächsteilnehmer in Bremen sitzen. Ich skypte dann mit einer Personalerin und dem Teamleiter eine Stunde lang. Gefragt wurde nur allgemein über meinen Lebenslauf und über die Stelle wurde gesprochen. Das wars. Dafür bin ich zwei Tage unterwegs gewesen und 1200 km gefahren. Auf meine Frage hin, ob ich das Team in Bremen auch persönlich kennenlernen könnte hieß es, ich kann gerne mal privat nach Bremen fahren. Eingestellt werde nach dem ersten Gespräch, ein zweites gäbe es nicht. Danach hieß es, ich solle mich etwas gedulden und dann würden sie mir eine Rückmeldung geben. Ende Oktober (vier Monate nach dem Gespräch) kam dann einfach eine automatische Absage, wahrscheinlich, weil meine Daten gelöscht werden mussten. Meinem Geld für die Fahrt und die Übernachtung bin ich ein halbes Jahr hinterhergelaufen. Auf mehrmaliges Anrufen und Mailschreiben wurde nicht oder nur hinhaltend reagiert. Erst als ich mit anwaltlichen Schritten gedroht habe, hat sich etwas getan und mein Geld kam noch.
Ich kann niemandem empfehlen zu einem Gespräch zu fahren. Für mich ein großer Reinfall.